Die Cannabis Legalisierung wirft beim Dating Fragen auf, die vorher kaum jemand laut gestellt hat: Wird es normal, beim Date über Cannabis zu sprechen? Lernt man in neuen Treffpunkten leichter Leute kennen? Und was macht regelmäßiger Konsum mit deiner Ausstrahlung und deiner Beziehung? Viele Männer sind unsicher, wie sie mit dem Thema umgehen sollen, ob sie selbst konsumieren oder nicht.
Ich spreche darüber offen, weil ich das Thema aus eigener Erfahrung kenne. Ich habe in meiner Jugend angefangen, lange Phasen meines Lebens gekifft und weiß heute, dass Cannabis für mich die eine Sache ist, die ich nicht kontrollieren kann. Deshalb bekommst du hier keine Konsumtipps, sondern meine ehrliche Einordnung: was die Legalisierung fürs Dating verändert, wo die Grenzen liegen und warum ich niemandem rate, wegen der Frauen damit anzufangen. Die rechtlichen Punkte beschreibe ich so, wie sie zum Zeitpunkt der Aufnahme kurz vor dem Start der Legalisierung diskutiert wurden.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Legalisierung macht Cannabis im Dating sichtbarer, ändert aber nichts an den Nachteilen von regelmäßigem Konsum.
- In meinen Phasen mit viel Konsum hatte ich mehr Bekanntschaften, nüchtern aber die passenderen und erfüllenderen.
- Die Gleichgültigkeit, die regelmäßiges Kiffen auslösen kann, schadet vor allem dem Respekt vor den Bedürfnissen deiner Partnerin.
- Beim Ansprechen von Frauen bist du nüchtern schneller, klarer und präsenter.
- Fang nicht wegen des Datings an zu kiffen: Suchtgefahr, Führerschein und Ausstrahlung wiegen schwerer als jeder vermeintliche Vorteil.
Meine Erfahrung mit Cannabis und Dating
Ich habe sehr früh angefangen zu kiffen und fast gleichzeitig angefangen, mich intensiv mit Flirten zu beschäftigen. Über viele Jahre lief beides parallel. Später habe ich längere Pausen gemacht, hatte aber auch Rückfälle. Heute konsumiere ich nicht und es geht mir damit sehr gut. Ich vergleiche mich mit einem trockenen Alkoholiker: Für mich geht es darum, den ersten Zug zu vermeiden, weil ich danach nicht mehr aufhören will.
Ich erzähle das nicht, um anzugeben, sondern damit du meine Sicht einordnen kannst. Wenn du merkst, dass dein Konsum dir entgleitet, sprich mit einer Suchtberatungsstelle oder deinem Hausarzt. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Verantwortung.
Die Egal-Haltung: Wie Kiffen deine Beziehung belastet
Wenn du täglich und viel konsumierst, entsteht oft eine Haltung, die ich die Egal-Haltung nenne. Probleme im Job, mit Geld oder mit Menschen fühlen sich plötzlich weit weg an. Genau das ist gefährlich, denn es betrifft auch die Frau an deiner Seite. Ihr habt Streit, weil du zu spät kamst oder etwas vergessen hast, und statt das Gespräch zu suchen, betäubst du das Thema. Am Ende ignorierst du ihre Bedürfnisse.
Diese Gleichgültigkeit kann auch Treue und Verbindlichkeit untergraben. Ich sage nicht, dass Kiffen untreu macht. Aber die Tendenz, Konsequenzen auszublenden, macht es leichter, Grenzen zu überschreiten, die man nüchtern respektieren würde. Eine stabile Beziehung lebt von Aufmerksamkeit und Verantwortung, und beides leidet, wenn dir vieles egal wird.

Attraktivität: Quantität gegen Qualität
Rückblickend fällt mir ein klares Muster auf: In den Phasen, in denen ich viel gekifft habe, hatte ich mehr Bekanntschaften. In den nüchternen Phasen habe ich die Frauen kennengelernt, die besser zu mir passten, die ambitionierter waren, mit denen ich tiefere Gespräche hatte. Eine Partnerin hat sich sogar von mir getrennt, weil sie das Lethargische nicht mehr mit ansehen wollte: der leere Blick, die kurze Aufmerksamkeitsspanne, das Vergessen.
Eine Frau mit klaren Ansprüchen wünscht sich einen Mann, der wach ist, zuhört, sich Dinge merkt und bei der Sache ist. Regelmäßiger Konsum wirkt sich außerdem auf Sport, Ehrgeiz, Kleidung und dein Auftreten aus. Ich spiele Tennis und gehe ins Gym, und beides kann ich vergessen, wenn ich kiffe. Wenn du attraktiver werden als Mann willst, ist ein klarer Kopf eine der besten Grundlagen.
Cannabis Social Clubs als neue Treffpunkte
Mit der Legalisierung fällt für Konsumenten der Weg über illegale Quellen weg, und es entstehen Anbauvereinigungen, sogenannte Cannabis Social Clubs. Stand der Aufnahme war vorgesehen, dass in den Clubs selbst nicht konsumiert werden darf. Ich gehe trotzdem davon aus, dass rund um solche Orte neue Treffpunkte entstehen, an denen sich Gleichgesinnte kennenlernen.
Für zwei Menschen, die beide konsumieren, kann das verbinden. Wer selbst nicht kifft, sollte aber ehrlich prüfen, ob eine Partnerin mit regelmäßigem Konsum zu seinem Leben passt. Die Nachteile, die Frauen bei kiffenden Männern sehen, gelten umgekehrt genauso. Gemeinsame Werte in der Beziehung sind hier wichtiger als ein gemeinsames Hobby.

Online Dating: Cannabis im Profil und beim Kennenlernen
Auf Tinder, Bumble oder Hinge erkennst du bisher nur an kleinen Symbolen oder Zahlencodes, wie jemand zu Cannabis steht. Ich halte es für gut möglich, dass Apps nach der Legalisierung eine eigene Angabe dafür einführen, ähnlich wie beim Rauchen. Das macht ein frühes Abgleichen leichter.
Nutze das Thema als Teil deines Screenings, nicht als Masche. Frag offen, wie sie dazu steht, und sag ehrlich, wie du es hältst. Wenn eure Haltungen nicht zusammenpassen, ist das kein Drama, sondern eine wertvolle Information. Wie du schon im Chat herausfindest, wer zu dir passt, erkläre ich ausführlich beim Thema Screening beim Dating.
Ein Punkt ist mir besonders wichtig: Ein Date darf nie darauf aufbauen, dass jemand berauscht leichter Ja sagt. Nähe braucht einen klaren Kopf und ein klares Einverständnis auf beiden Seiten. Wenn sie Nein sagt oder unsicher wirkt, ist das zu respektieren.
Daygame und Nightgame: Nüchtern sprichst du besser an
Beim Daygame, also dem Ansprechen im Alltag, merke ich den Unterschied sehr deutlich. Wenn ich stoned bin, ist die Hürde für den ersten Schritt größer. Die Frau ist nüchtern, denkt schneller, ist schlagfertiger, und ich suche nach Worten. Bei vielen Männern verstärkt Konsum sogar die Ansprechangst. Wer gerade lernt, Frauen anzusprechen, braucht Präsenz und Konzentration.
Im Nightgame lernst du zwar in Raucherbereichen leicht Leute kennen, weil man dort ins Gespräch kommt. Das gilt aber genauso ohne Konsum. Präsenz, Humor und echtes Interesse an deinem Gegenüber sind die Dinge, die wirklich wirken. Die bringst du nüchtern zuverlässiger mit.
Jugendschutz, Führerschein und Sucht: die Kehrseite
Zum Zeitpunkt der Aufnahme wurden höhere Strafen für die Abgabe an Minderjährige angekündigt. Ich finde Jugendschutz wichtig, denn ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Konsum in der Jugend Schule, Sport und Entwicklung bremsen kann.
Beim Autofahren habe ich eine feste Regel: Ich fahre nicht, wenn ich konsumiert habe, und warte danach lange. THC kann im Blut deutlich länger nachweisbar sein, als viele denken, auch wenn du dich längst nüchtern fühlst. Welche Grenzwerte gelten, solltest du immer in der aktuellen Rechtslage nachlesen, weil sich das seit der Aufnahme ändern kann.
Und Cannabis kann abhängig machen, körperlich wie psychisch. Ich glaube, dass manche Menschen nur wegen eines Partners anfangen und dann nicht mehr aufhören. Das ist kein Vorteil, den man im Dating nutzen sollte, sondern eine Verantwortung.
Lohnt es sich, fürs Dating mit dem Kiffen anzufangen?
Meine klare Antwort: nein. Wenn du nicht kiffst, dein Leben im Griff hast und Zugang zu Frauen hast, die zu dir passen, gibt es keinen Grund, das zu ändern. Vielleicht öffnest du ein paar Türen bei Frauen, die selbst konsumieren. Gleichzeitig schließt du viele andere, weil du an Ausstrahlung, Fokus und Verlässlichkeit verlierst.
Wenn du konsumierst, sei ehrlich zu dir und zu deinen Dates, respektiere ihre Haltung und ihre Grenzen und triff Entscheidungen mit klarem Kopf. Dating funktioniert am besten, wenn du präsent bist und die Frau dir gegenüber wirklich wahrnimmst.
Häufige Fragen
Verändert die Cannabis Legalisierung das Dating?
Das Thema wird sichtbarer, etwa in Dating Profilen oder an neuen Treffpunkten rund um Anbauvereinigungen. An den Nachteilen von regelmäßigem Konsum für Ausstrahlung und Beziehung ändert die Legalisierung aber nichts.
Soll ich beim ersten Date sagen, dass ich kiffe?
Ehrlichkeit ist besser als Verstecken. Sprich das Thema ruhig an, wenn es für dich relevant ist, und frag sie, wie sie dazu steht. Unterschiedliche Haltungen sind eine wichtige Information für euer Kennenlernen.
Macht Kiffen unattraktiv für Frauen?
Gelegentlich nicht zwingend, regelmäßiger Konsum wirkt sich aber oft auf Fokus, Zuhören, Ehrgeiz und Auftreten aus. Viele Frauen wünschen sich einen Partner, der wach und präsent ist.
Kann ich mit einer Partnerin zusammen sein, die kifft, wenn ich selbst nicht konsumiere?
Das ist möglich, wenn ihr euch gegenseitig respektiert und eure Werte und Alltagsvorstellungen zusammenpassen. Sprich offen darüber, was dir wichtig ist, statt zu hoffen, dass sich der andere ändert.
Was tun, wenn ich meinen Cannabiskonsum nicht mehr kontrollieren kann?
Hol dir professionelle Unterstützung, zum Beispiel bei einer Suchtberatungsstelle oder deinem Hausarzt. Das ist ein Schritt der Verantwortung für dich und deine Beziehungen.
Dein nächster Schritt
Wenn du dein Dating klar und ehrlich aufbauen willst und dir eine Einschätzung zu deiner Situation wünschst, buch dir ein kostenloses Erstgespräch mit mir. Wir schauen gemeinsam, wo du stehst und was dein nächster Schritt ist.


