Die Versorgerrolle als Mann ist ein Begriff, bei dem viele sofort an alte Rollenbilder denken: Er verdient das Geld, sie bleibt zu Hause. Du hast sicher schon gehört, dass ein Mann eine Versorgerrolle einnehmen soll und dass Frauen einen Mann auch danach auswählen, ob er das kann. Und vielleicht hast du dir gedacht: Das passt doch nicht mehr in unsere Zeit.
Da hast du recht. Veraltete Geschlechterrollen haben sich zu Recht gewandelt. Trotzdem nutze ich das Bild des Versorgers ganz bewusst, um dir einen Gedanken näherzubringen. Es geht nicht um Geld oder Rollen, sondern um eine ehrliche Frage: Wie viel hast du den Frauen in deinem Leben bisher wirklich gegeben?
Das Wichtigste in Kürze
- Die Versorgerrolle ist ein altes Bild, aber dahinter steckt die Frage, ob du dich wirklich kümmerst.
- Versorgen heißt mitdenken, so wie ein Vater, der für seine kleine Tochter beim Schwimmbadbesuch an alles denkt.
- Stell dir ehrlich die Frage, wie oft du bisher gegeben hast: gefahren, gekocht, geschenkt, da gewesen.
- Wer in Beziehungen immer mehr nimmt, als er gibt, hinterlässt verletzte Menschen.
- Männer, die sich Mühe geben, ihre Partnerin glücklich zu machen, sind auch erfolgreicher bei Frauen.
Was die Versorgerrolle heute bedeutet
Ich will dir keine alten Rollenbilder verkaufen. Wir leben im 21. Jahrhundert, und dass sich Vorstellungen von Mann und Frau weiterentwickelt haben, ist gut so. Mir geht es um etwas anderes: um die Haltung, die hinter dem Wort steckt.
Ein Versorger ist für mich jemand, der mitdenkt und sich kümmert. Jemand, der Verantwortung übernimmt, ohne dass man ihn darum bitten muss. Das hat nichts damit zu tun, wer in der Beziehung mehr verdient, sondern damit, wie präsent du für den anderen bist.
Ein Beispiel: Der Vater im Schwimmbad
Stell dir vor, ein Vater geht mit seiner fünfjährigen Tochter schwimmen. Glaubst du ernsthaft, die Tochter packt ihre Schwimmtasche selbst? Nein. Der Vater denkt an die Wechselunterwäsche, an die Hose, an den Bikini, an die Taucherbrille. Er fährt sie hin, er bezahlt den Eintritt, er bezahlt das Essen im Schwimmbadrestaurant.
Er denkt an alles, was sie braucht, damit sie einen schönen Tag hat. Das ist der Versorger. Natürlich ist deine Partnerin kein Kind und braucht niemanden, der für sie entscheidet. Aber das Prinzip dahinter, mitdenken und sich kümmern, gilt in jeder guten Beziehung.

Die ehrlichen Fragen an dich
Und jetzt denk an die ganze Zeit, in der du bisher mit Frauen geflirtet und Frauen gedatet hast. Beantworte dir diese Fragen ehrlich, am besten schriftlich:
Es geht dabei nicht um eine Strichliste und nicht darum, dich schlecht zu fühlen. Es geht darum, dass du klar siehst, wo du bisher gegeben hast und wo du vor allem genommen hast. Erst wenn du das ehrlich anschaust, kannst du es in deiner nächsten oder aktuellen Beziehung bewusst anders machen.
- Wie viele Frauen hast du bisher irgendwohin gefahren?
- Wie vielen hast du ein Zuhause gegeben und einen Schlafplatz geboten?
- Für wie viele hast du gekocht?
- Wie vielen hast du Geschenke gemacht, über die sie sich gefreut haben?
- Um wie viele hast du dich gekümmert, als es ihnen wirklich schlecht ging und sie deine Hilfe gebraucht haben?
Mehr nehmen als geben: Was das mit Frauen macht
Wenn du in deinen Beziehungen bisher immer mehr genommen als gegeben hast, denk darüber nach. Genau das ist ein Grund, warum viele Frauen in Beziehungen verletzt werden, bis zu dem Punkt, an dem sie Angst haben, sich noch einmal in jemanden zu verlieben.
Frag dich: Würdest du wollen, dass jemand so mit einem Menschen aus deiner Familie umgeht? Wenn die Antwort nein ist, weißt du, was du ändern kannst. Woran du erkennst, ob eine Beziehung euch beiden guttut, liest du auch in Toxische Beziehung: Anzeichen erkennen.

Warum Kümmern dich erfolgreicher macht
Was ich dir mit all dem sagen will: Gib dir mehr Mühe, die Frauen in deinem Leben glücklich zu machen. Ich habe mit 14 angefangen, mich mit dem Thema Frauen zu beschäftigen. Damals war ich in meiner ersten Beziehung, und meine Frage war: Wie mache ich meine Freundin glücklich?
Das ist ein ganz anderer Antrieb, als nur Erfahrungen sammeln oder möglichst viele Frauen gleichzeitig haben zu wollen. Und meine Erfahrung ist: Männer, die sich wirklich Mühe geben, ihre Partnerin glücklich zu machen, sind am Ende viel besser und erfolgreicher bei Frauen. Welche Werte dabei zählen, beschreibe ich in Werte in der Beziehung.
Häufige Fragen
Was bedeutet Versorgerrolle beim Mann?
Klassisch meint man damit, dass der Mann für die Familie sorgt. Ich verstehe darunter heute vor allem mitdenken, Verantwortung übernehmen und sich kümmern.
Ist die Versorgerrolle noch zeitgemäß?
Als starres Rollenbild nicht. Die Haltung dahinter, für deine Partnerin da zu sein und mehr zu geben als zu nehmen, ist aber zeitlos.
Wie mache ich meine Partnerin glücklich?
Denk mit, kümmer dich und sei da, wenn es ihr schlecht geht. Kleine Dinge wie kochen, abholen oder ein Geschenk zeigen, dass sie dir wichtig ist.
Muss der Mann in der Beziehung alles bezahlen?
Nein, es geht nicht ums Bezahlen. Es geht darum, ob du in der Beziehung insgesamt mehr gibst oder mehr nimmst.
Dein nächster Schritt
Wenn du lernen willst, in deiner Beziehung präsenter und klarer aufzutreten, schauen wir uns das gemeinsam an. Buch dir dafür ein kostenloses Erstgespräch mit mir.


